Wenn auf Biertischen gekämpft wird: Beim Chamer Volksfest findet ein Ringkampf statt

Schweiß und Adrenalin erwarten die Chamer Volksfestbesucher am 9. Mai, wenn wieder ein Ringkampf im Zelt stattfindet. Auf zusammengestellten Biertischen wird sich eine Bayerwald-Auswahl gegen den SV Kempten ein Kräftemessen liefern. Das Ganze knüpft laut Veranstalter an eine Tradition an, die in der Region lange Zeit ruhte und nun mit neuem Leben erfüllt wird.

Sie freuen sich auf das Spektakel: Die Organisatoren Andreas Rauscher (3. v. r.) und Tobias Eichstetter, Vorsitzender der RG Willmering (2. v. l.), Sebastian Schierer, Geschäftsführer Max Schierer Baustoffe, und Arno Säckl, Geschäftsführer Säckl Maschinenbau in Weiding (2. und 1. v. r.; beide in ihrer Funktion als Sponsoren) sowie Florian Fischer vom Dankerl Bau, der die Bauzäune für die Werbebanner zur Verfügung stellt (l.). – Foto: Sabrina Kauer

Federführend für das Spektakel ist Andreas Rauscher aus Willmering, der seit mehr als drei Jahren zum Ringerkader des ATSV Kelheim gehört. Die erste Veranstaltung dieser Art im Jahr 2024 hat er noch alleine organisiert, inzwischen macht er das in Kooperation mit der RG Willmering um Vorsitzenden Tobias Eichstetter. „Die Zusammenarbeit steht sinnbildlich für den Aufschwung des Ringsports in Cham“, sind sich die beiden einig.

„Für den diesjährigen Vergleichskampf konnte mit dem SV Kempten ein starker Gegner gewonnen werden – ein Oberligaverein mit Ringern auf bayerischem Spitzenniveau. Das sind einfach wilde Hund’“, sagt Andreas Rauscher, der die Bayerwald-Auswahl, bestehend aus Martin Wittmann aus Pemfling und ihm selbst, zusammengestellt hat.

Dabei spiele auch die RG Willmering eine „zentrale Rolle“, wie Rauscher sagt. Der Verein sei in den vergangenen zwei Jahren „aufgeblüht“. „Wir sind ziemlich stolz darauf, dass wir wieder so viele junge Leute gewonnen haben“, sagt Tobias Eichstetter, Vorsitzender der RG Willmering. Junge Leute für den Nischensport zu begeistern – genau darauf ziele der Ringkampf auf dem Chamer Volksfest ab. „Der Ringsport im Landkreis Cham soll wieder vorangebracht und nachhaltig gestärkt werden“, ist Andreas Rauscher überzeugt.

Am 9. Mai stehen von 13 bis 16 Uhr rund 20 Einzelkämpfe in verschiedenen Gewichtsklassen auf dem Programm, die nach offiziellen Regeln im Freistil und griechisch-römischen Stil ausgetragen werden, gibt Rauscher bekannt. Der sportliche Höhepunkt ist der Herrenkampf am Nachmittag. „Es sind spannende Kämpfe zu erwarten“, sagt Sponsor Arno Säckl von der gleichnamigen Maschinenbau-Firma aus Weiding, der nach eigener Aussage die Kampfsportart früher selbst betrieben hat.

„Meiner Meinung nach ist Ringen für Kinder die beste Sportart. Man lernt Schnelligkeit, Reaktion, muss beweglich sein und den Kopf einschalten“, sagt Rauscher, und Tobias Eichstetter fügt hinzu: „Man lernt, mit dem Körper umzugehen.“ Zudem lerne man durch den Ringsport auch für die Zukunft. „Man muss fürs Team kämpfen und für sich alleine. Das ist prägend fürs Leben. Man lernt: Aufgeben gibt’s nicht“, so Arno Säckl.

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